Für Kunden sind digitale Projekte in der Wahrnehmung zum Teil wie eine Black-Box. Projektanforderungen und Kundenwünsche gehen als Input bei den Projektleitern ein, und werden bearbeitet. Es werden unterschiedliche Projektressourcen geplant, Tickets geschrieben und Sprints geplant. Der Kunde erhält regelmäßig einen Output in Form von Rückmeldungen über Machbarkeit und Realisierungszeiträume. Was intern im Detail passiert, bleibt dabei größtenteils unsichtbar.
Einer unserer Kunden interessierte sich doch gerade für dieses „dazwischen“ und hatte den Wunsch tiefere Einblicke in die Projektarbeit bei comwrap zu erlangen. Das war gleichzeitig der Startschuss für unseren ersten Digital Deep Dive (C3D) bei comwrap.
Der C3D ist eine ganztägige Intensiv-Schulung mit Vorträgen, Workshops und Praxisbeispielen aus den Bereichen Webdesign, Webentwicklung und Online-Marketing. Die Inhalte werden von unseren Fach-Experten in den jeweiligen Themenbereichen in einzelnen Sessions vermittelt und basieren auf konkreten Anwendungsfällen und Use-Cases. Die einzelnen Themenblöcke werden dabei individuell auf den Kunden und sein bei uns beauftragtes Projekt zugeschnitten. Selbstverständlich haben die Teilnehmer dabei auch die Möglichkeit eigene Fragestellungen oder Interessengebiete einzubringen.
Das Hauptziel besteht darin, den Teilnehmern ein möglichst detailliertes Verständnis zu verschiedenen Aspekten innerhalb des bereits beauftragten Projektes zu vermitteln und einen maximalen Praxisbezug herzustellen. Sie lernen unsere internen Arbeitsabläufe kennen und erfahren, wie die verschiedenen Fachabteilungen miteinander arbeiten und mehrere Einzelaufgaben und Sprints zu einem erfolgreichen Projekt verschmelzen. Darüber hinaus werden individuelle Schulungsinhalte und projektspezifisches Fachwissen weitergegeben.
Im Rahmen des Digital Banking Events, kam der Kunde Commerz Real (CR)
auf mich, seinen zuständigen Projektleiter, zu und fragte ob es möglich sei, während der Entwicklungsphase eines Projektes dem zuständigen Entwicklungsteam über die Schultern zu schauen, um zu lernen, „wie comwrap eigentlich Webseiten entwickelt und programmiert“. Darüber hinaus, wollte Commerz Real auch noch projektspezifische Fragestellungen beantwortet haben.
Zum Beispiel:
Gute und konkrete Fragen, die den Kunden zurecht beschäftigen, so mein erster Eindruck. Es zeigte mir, wie intensiv sich CR mit den bestehenden Projekten identifiziert und beschäftigt – und vor allem, wie groß das Engagement und der Wunsch seitens des Kunden ist die eigene Wissenskompetenz mit Projektbezug zu erweitern.
Mir wurde nach unserem Gespräch schnell klar, dass wir einen geeigneten Rahmen schaffen mussten, um die passende Schulungsinhalte in der gewünschten qualitativen Tiefe entwickeln und schulen zu können. Im Rahmen der täglichen Projektarbeit wäre das Vorhaben kaum zu realisieren gewesen. Es galt also, im ersten Schritt ein entsprechendes Schulungskonzept zu erarbeiten.
Ausgehend vom ersten Impuls des Kunden, wurde die Idee von comwrap herzlichst begrüßt und ergänzend in den folgenden Überlegungen formuliert:
Der Entscheid fiel natürlich zugunsten des Konzepts und bekam auch einen Namen:
Der comwrap Digital Deep Dive oder kurz: C3D
„Auf dem Weg zum ersten Digitalen Asset Manager müssen sich die Mitarbeiter der Commerz Real AG ganz neue Kompetenzen aneignen. Veranstaltungs- bzw. Weiterbildungsformate wie der C3D leisten dazu einen ganz wesentlichen Beitrag.“
Benjamin Röder, Commerz Real
Nach der Vorbereitung für den ersten C3D war das Konzept für Commerz Real bereit für die Durchführung.
Hier die Key-Facts zum C3D:
Session 1 - Analytics
Der Start des ersten C3D stand ganz im Zeichen von Datenanalyse mit den verschiedenen Produkten von Google. Unser Experte Lorenz Rassmann präsentierte anhand von konkreten Beispielen eine optimale Vorgehensweise nebst Handlungsempfehlungen für die unterschiedlichen Ziele der Commerz Real Webauftritte.
Die Themen im Überblick:
Session 2 – Wie entwickelt comwrap eine Webseite?
In diesem Vortrag präsentierten unsere Experten Franziska Becker (UX Design) und Tobias Reich (UX Development) im Duo und erklärten die Abläufe zwischen den beiden Fachbereichen im Projektbezug. Die Botschaft war klar: Die User Experience steht von Anfang an im Mittelpunkt. Höhepunkt der Session waren die HandsOn-Demonstrationen wie die Erstellung eines Designs mit „Sketch“ oder Live-Coding der Komponente im Frontend.
Die Themen im Überblick:
Session 3 – APIs, Hosting & Backend Development
Abschließend gewährte Marc Henklein, Head of Development bei comwrap, den Teilnehmern einen Blick „unter die Motorhaube“ – genauer gesagt in das Backend. In seinem Vortrag ging er vor allem auf das Zusammenspiel zwischen Frontend und Backend ein. Er veranschaulichte insbesondere jene Prozesse, die systemseitig entstehen und für den Benutzer unsichtbar im Hintergrund ablaufen.
Den Teilnehmern wurde anhand der bestehenden CR-Systemlandschaft gezielt die Infrastruktur hinter den jeweiligen Applikationen erklärt und dabei aufgezeigt, welche Abhängigkeiten es gibt und wie Kommunikation zwischen den einzelnen Systemen im Detail funktioniert.
Die Themen im Überblick:
Der erste C3D für unseren Kunden Commerz Real AG war ein voller Erfolg. Durch die gezielte Wissensvermittlung entstanden viele „Aha“-Effekte beim Kunden, die sicherlich für noch mehr Motivation und Spaß bei Umsetzung von künftigen Projekten mit comwrap sorgen.
Nach Abschluss der Veranstaltung hatte comwrap noch eine ganz besondere Überraschung in petto:
Jeder CR-Mitarbeiter erhielt sein persönliches Teilnehmer-Zertifikat:
Mit dem Zertifikat wollten wir unsere Dankbarkeit für das Engagement und aktive Mitgestaltung des C3D an den Kunden ausdrücken und setzten damit auch den Schlusspunkt für einen erfolgreichen, interaktiven sowie unterhaltsamen Schulungstag.
Natürlich wollte ich als Projektleiter den positiv gewonnenen Eindruck nach Ablauf des C3D auch mittels eines aussagekräftigen Kunden-Feedbacks messen. So bat ich dem Kunden nach einigen Tagen Abstand nach Beendigung des C3D anhand von spezifischen Fragen nach seiner Meinung. Mein Eindruck aus dem Schulungstag bestätigte sich auch in der Auswertung – das Kundenfeedback war bemerkenswert positiv.
Der Kunde bestätigt zweifelsohne den Mehrwert und die gewonnenen Erkenntnisse nach unserem ersten C3D. So sehr, dass die Marketing-Abteilung der CR einen zweiten, dezidierten C3D bei sich Vor-Ort beauftragt hat.
Einleitend hatten wir das Projektgeschäft aus Sicht und Wahrnehmung der Kunden mit einer Blackbox verglichen. Mit unserem C3D haben wir nun ein Schulungskonzept entwickelt, der das Innenleben der Blackbox durchleuchtet, mehr Transparenz schafft und für mehr Zusammenhang und damit für tieferes Verständnis in Kundenprojekten sorgt.
Unser Ziel ist es daher den C3D künftig für alle unsere Kunden anzubieten, um das gemeinsame Ziel, die Entwicklung von erfolgreichen Digital-Lösungen, mit einem tieferen Verständnis auf Kundenseite zu verknüpfen.