Dem Lieblingsblogger direkt Fragen stellen, virtuelle Rundgänge durch das potenzielle neue Eigenheim unternehmen, individuelle Inhalte nach eigenen Vorlieben auf Shops und Websites sehen: Content beziehungsweise Content Marketing wird 2017 noch persönlicher, ganz nach der Devise „Ausgewählte Contents statt Content-Fluten, in Echtzeit und zu jeder Zeit!“.
Folgende Trends und Entwicklungen in Bezug auf User Experience und SEO sollten Sie in Sachen Contents im kommenden Jahr unbedingt berücksichtigen:
Trend #1: Personalisierte Inhalte
Der Trend hin zur Personalisierung hält auch 2017 an. Maßgeschneiderte Botschaften an (potenzielle) Kunden zu senden, ist dank intelligenter CRMs, Zielgruppenanalysen und Co. kein Hexenwerk mehr. Parallel wachsen die Ansprüche des Users weiter. Er ist verwöhnt und möchte vor allem Inhalte, die seine Bedürfnisse und Suchanfragen unmittelbar 1 zu 1 decken und ihm einen klaren Nutzen verschaffen können. Wer erst nach passenden Inhalten suchen muss, springt garantiert ab und ist verloren, möglicherweise für immer.
Schöpfen Sie die wachsenden Möglichkeiten der Personalisierung aus. Schaffen Sie smarte Content-Angebote, die die Aufmerksamkeit Ihrer potenziellen Kunden sicherstellt, und machen Sie diese schnell und einfach verfügbar.
Trend #2: Digital Cocooning
Halten Sie unbedingt die Kanäle im Auge, über die Sie Content adressieren. Es zeigen sich verstärkt Tendenzen hin zu Instant Articles, Facebook Notes, Snapchat und Co. und damit weg von der öffentlichen, webbasierten Welt. Immer mehr User kommunizieren und informieren sich im kleinen Kreis, zum Beispiel in Gruppen. Man spricht auch vom sogenannten „digital Cocooning“. Owned Media, also für alle zugänglicher Content auf der eigenen Website wird vermehrt in den Hintergrund rücken. Auch diese Entwicklung zeigt deutlich, wie wichtig Usern personalisierte, themenspezifische Inhalte sind.
Trend #3: Live Content & Real Time Content
Liveschaltungen über Facebook, direkte Fragen an den Lieblingsblogger via Periskope, Webinare per Skype - Live Contents, die Usern einen Dialog in Echtzeit ermöglichen, kosten Zeit und Personal. Passen Thema und Set-Up zum Bedarf der User, lohnt sich dieser Invest aber, denn Sie können Ihren Kunden echten Mehrwert bieten.
Der comwrap-Tipp: Halten Sie max. 30-minütige Live-Audits in kleineren Gruppen ab, die ein exklusives Thema adressieren, das für einen ausgewählten Personenkreis von hohem Interesse ist.
Um User durch Ihr Content-Angebot stetig auf den neuesten Stand zu bringen, können Sie mit Real-Time Content arbeiten. Livebilder (z.B. Top-Produktseller der Woche, Wetterprognosen o.ä.), Newsletter- oder E-Mail-Inhalte werden bei jedem Seitenaufruf aktualisiert und liefern dem User die neuesten Trends, Entwicklungen oder Änderungen.
Trend #4: User Generated Content
User, Fans und Kunden liefern mit Bewertungen und Kommentaren authentische Inhalte mit hohem Trust. Zudem erhöhen Sie dank Social Sharing die Reichweite Ihrer Inhalte zu Ihren Produkten und Dienstleistungen. Setzen Sie alles daran, diese User, Fans und Kunden zu Botschaftern Ihrer Marke zu machen. Schaffen Sie Inhalte wie Abstimmungen, Meinungsumfragen, Kommentar- und Bewertungsfunktionen oder Hashtag-Kampagnen, die User zur Interaktion bewegen. Inhalte mit höherer Glaubwürdigkeit gibt es kaum!
Trend #5: Virtual Reality
Virtuelle Welten machen Contents erlebbar. So setzt beispielsweise die Immobilienbranche auf virtuelle 360-Grad-Wohnungsbesichtigungen, die es dem User ermöglichen, von der Couch aus sein neues Domizil zu erkunden.
Das bekannteste Beispiel für Virtual Reality ist wahrscheinlich das Pokémon-Go-Spiel, das die reale und virtuelle Welt verschmelzen und Anwender die Realität vergessen lässt.
Ziel ist es, durch das Erleben von Inhalten Emotionen zu wecken, die im besten Fall mit einem Produkt oder einer Dienstleistung in Verbindung gebracht werden. Dabei muss das Rad nicht immer neu erfunden werden. Nostalgie in virtueller Form kommt ebenso gut an.
Trend #6: Mobile Content first
Laut Statistik besitzt mindestens jeder zweite Deutsche ein Smartphone. Entsprechend werden mittlerweile viele Contents über das Smartphone konsumiert, seien es Videos, Blogbeiträge oder Social Posts. Es ist daher ratsam, dies künftig auch in der Produktion und Darstellung von Webcontents zu berücksichtigen. Inhalte sollten responsive designed werden, sich also dem jeweiligen Device automatisch anpassen. Sie sollten übersichtlich und leicht leserlich gestaltet sein, mit vielen Zwischenabsätzen, Bulletpoints und vor allem mit Visual Storytelling versehen werden.
User überfliegen Inhalte oft nur noch – vor allem beim Lesen über das Smartphone – und fokussieren sich auf Zwischenüberschriften, fett markierte Worte, Bilder und Videos. Die Länge der durchschnittlichen Aufmerksamkeitsspanne nimmt stetig ab. Marketer und Texter müssen Content also eher multimedial aufbereiten, um dem User das Konsumieren zu erleichtern.
Hinzu kommt: nicht mobile optimierte Inhalte werden künftig von Google im Suchmaschinenranking abgestraft.
Fazit: Im best case ist zeitgemäßer Content beziehungsweise zeitgemäßes Content Marketing 2017:
- personalisiert
- live
- authentisch
- erlebbar
- mobile optimiert
- multimedial aufbereitet
Content wird also umfangreicher, qualitativ hochwertiger und dementsprechend auch aufwändiger in der Produktion. Das Gute daran: Wir lernen unsere Kunden immer besser kennen und kommen schneller zum Punkt – und damit auch zum Ziel!
