Seit wenigen Tagen ist eZ Platform Version 2.5 erhältlich. Das Content Management System liefert auf dem Weg zur Version 3 viele neue Funktionalitäten, die die Usability für Nutzer immens verbessert. Neben einem neuen Workflow-System, einem noch stärkeren Pagebuilder, einem reformierten Formbuilder und einer neuen auf GraphQL basierten API warten weitere spannende Features auf eZ-Nutzer.
In unserem Blog-Beitrag decken wir alle wichtigen Neuerungen auf.
Das erste Feature, das wir gerne vorstellen möchten und das seit langem von Benutzern gewünscht wird, ist der Seitenbaum (Content Tree). Der Seitenbaum ermöglicht es Redakteuren, Inhalte schnell zu finden und darauf zuzugreifen, während sie dennoch einen vollständigen Überblick über ihre Inhaltsstruktur haben. Dies ist äußerst hilfreich, wenn es darum geht, Inhalte leicht zu finden und gleichzeitig den gesamten Baum zu visualisieren. Entwickler können leicht verschiedene Parameter definieren (z.B. Anzahl der Unterpositionen unter dem Container, maximale Anzahl der Elemente, die geladen werden können, Tiefe des Baums), um die Leistung je nach projektspezifischer Inhaltsstruktur zu verbessern.
Bisher waren Redakteure darauf beschränkt, Orte auszublenden, anstatt Inhaltselemente auszublenden. Das führte zu einiger Verwirrung, da die "hide action" nur auf Ebene der Standorte angewendet wurde. Das bedeutete, dass, wenn das Inhaltselement an mehreren Stellen auf der Website verwendet wurde, der Redakteur jedes einzelne ausblenden musste. Das machte die Nutzung mühsam und schwierig zu bewältigen. Um dieses Problem zu beheben, können Redakteure nun auf einfache Weise Inhaltselemente auf der Content-Ebene ein- und ausblenden. Versteckte Content-Elemente sind ab sofort an den Stellen nicht mehr verfügbar, an denen sie platziert wurden. Wenn ein Redakteur jedoch ein zuvor verborgenes Inhaltselement aktiviert und einblendet, wird dieses Element an den platzierten Stellen wieder aktiviert.
Im folgenden Video wird das Ein- und Ausblenden von Elementen in der Praxis erklärt:
In der neuen Version wurden viel Mühe verwendet, um den Online-Editor um neue Features zu erweitern. Entwickler wird es freuen, dass mit eZ Platform 2.5 problemlos benutzerdefinierte Tags erstellt werden können, die die Zeile nicht brechen und die das benutzerdefinierte Tag in eine Zeile innerhalb des Rich Texts einfügen. Mit dieser Funktion können Redakteure verschiedene Arten von Inhalten (wie bspw. Symbole, Abkürzungen, YouTube-Videos) in einen Absatz einbetten, ohne den Ablauf des Satzes zu unterbrechen.
Die Funktionalität wird anhand eines Beispiels im folgenden Video erklärt:
Redakteure können in Version 2.5 außerdem Anker-Links setzen. So können beispielsweise interne Anker im Online-Editor gesetzt werden, sodass Webseitenbesucher durch den Klick auf den Link direkt an die entsprechende Stelle innerhalb der Seite springen können. Diese Funktion steigert die User Experience besonders für solche Besucher, die direkt an eine bestimmte Stelle im Text springen möchten.
Das Video zeigt, wie sich Anker-Links setzen lassen:
Version 2.5 unterstützt eZ Matrix-Feldtypen jetzt vollumfänglich. eZ Matrix wird dem einen oder anderen noch von eZ Publish bekannt sein. Matrix-Felder werden üblicherweise dafür verwendet, um "Matrix-Informationen", wie z. B. eine Tabelle mit verschiedenen Optionen oder eine Liste mit verschiedenen Produktvariationen und Preisen zu sichern. Auf die Nachfrage vieler User wurde diese Funktionalität nun auch in eZ Platform eingeführt.
Im folgenden Video wird im beispielhaft eine derartige Matrix -Feld-Definition erstellt:
Mit der neuen Version von eZ Platform können Entwickler (wieder) individualisierte Icons für ihre Content-Typen erstellen. Das Icon wird direkt über dem Content-Typ-Namen an den meisten Stellen des eZ Platform User Interfaces angezeigt.
Weitere kleinere Verbesserungen erhält das administrative Interface. Redakteure können jetzt z. B. Sub-Item-Menüs individualisieren. Die Funktion ist zwar aktuell nicht erweiterbar, bietet dennoch eine Feld-Optionen, die beim Filtern des Sub-Menüs helfen können. Eine weitere kleine, jedoch hilfreiche Verbesserung für Redakteure ist die Funktion, Abschnitte in der Inhaltsansicht zu komprimieren. Die Details Registerkarte hat auch einige kleinere Verbesserungen erhalten. In Version 2.5 können Redakteure jetzt auch Inhaltselemente und dessen Unterpunkte direkt einem bestimmten Abschnitt zuordnen. Die Objektstatustabelle wurde vereinfacht, indem jetzt weniger Felder inkludiert sind, das dazu führt, dass sie einfacher zu lesen ist. Das Sprachenmanagement wurde ebenfalls optimiert, sodass Admin Nutzer jetzt Sprachen weitaus einfacher managen können. Indem Admins jetzt eine neue Hauptsprache für das System definieren können, können ungebrauchte Sprachen unter dem Translation Tab einfach gelöscht werden.
Im folgenden Video wird gezeigt, wie einfach eine neue Hauptsprache gesetzt und die restlichen Sprachen gelöscht werden können.
Es wurde eine neue Art der Verwaltung und Nutzung von Web-Assets (CSS, JS.icons...) mit Webpack Encore entwickelt. Bisher wurden Web-Assets vom System Assetic verwaltet, das Teil des Symfony-Frameworks ist. Während Assetic zwar auch in 2.5 noch verfügbar ist, wurde mit Blick in Richtung Zukunft die Umstellung auf Webpack Encore ermöglicht. Für Entwickler ist es wichtig zu wissen, dass Assetic mit der Version 3 nicht mehr verfügbar sein wird. Da Webpack Encore mehr CSS- und JS-Frameworks unterstützt, kann es sowohl für Core-Entwickler als auch für Integratoren auf Anhieb sehr nützlich sein. Zusätzlich zur Verwaltung von Projekt- oder Bundle-Assets macht es Webpack Encore einfach, vorhandene Assets durch eigene zu ersetzen. Dies wird häufig gemacht, um das native Verhalten des Back Office zu überbrücken.
Konfiguration von Webpack Encore:
Mit der Version 2.5 kommt jetzt auch der Support von PostgreSQL. Dies wurde in einer Weise getan, die es in Zukunft einfacher machen wird, andere Datenbanken als Optionen hinzuzufügen, wobei das Doktrinenschema vollständig berücksichtigt wurde.
Bereits in der Version 2.4 hat eZ ein experimentelles Paket für den GraphQL Support eingeführt. GraphQL ist ein Datenbankabfrage-Sprache, durch die eZ beser mit anderen Applkationen, insbesondere im Sinne des Headless CMS Ansatzes, kommunizieren kann. In der Version 2.5 ist diese Paket nun stabil und wird vollumfänglich unterstützt. Außerdem gibt es weitere nennenswerte Verbeserungen, wie:
Datenbankabfragen durch den Einsatz von GraphQL:
Einsatz von Content-Umwandlung:
Es gibt einige weitere Änderungen für Redakteure, Entwickler oder Admin-Nutzer, die erwähnenswert sind. Beispielsweise wird jetzt über ein Label im Dashboard die verwendete eZ-Version angezeigt. Dieses Versionslabel gibt Aufschluss darüber, welche Art von Lizenz im Einsatz ist und wann der Support durch eZ beendet sein wird. Darüber hinaus können Nutzer in ihren Benutzereinstellungen das bevorzugte Datums- und Uhrzeitformat definieren. Das hat zur Folge, dass es endlich keine Verwirrung mehr gibt, ob jetzt erst die Monate oder die Tage an vorderster Stelle stehen. Das System verfügt jetzt über diverse internationale Formate, die sich der User einfach zusammenklicken kann. Die Formatliste kann bei Bedarf durch Entwickler erweitert werden.
Auch können User jetzt die Sprache der Nutzeroberfläche einstellen und müssen sich nicht mehr auf die Browsersprache verlassen.
eZ Platform ist erhältlich auf www.ezplatform.com oder via Composer-Update. eZ Platform Enterprise 2.5 ist für Kunden im Support-Portal erhältlich. Zur Auflistung aller Features kann die Release-Note oder auf Github eingesehen werden (Version 2.5 Open Source oder Enterprise-Edition)
Für eine kostenlose Beratung oder eine Live-Demo der neuen Version, können Sie auf uns zukommen.